HPS Ausbildung 2021-2022 LAVENDEL

Und wie arbeiten Medizinische MasseurInnen? Medizinische MasseurInnen arbeiten im An- gestelltenverhältnis oder sind als selbstständig Erwerbende tätig. Mögliche Einsatzorte sind: • Praxen und Gesundheitszentren • Kur- und Reha-Zentren • Spitäler, Rehabilitationskliniken • Heime und Alterszentren • Sportvereine und -verbände sowie andere Institutionen Gibt es Stellenangebote? Für Medizinische MasseurInnen gibt es ein klares «Ja». Und für HeilpraktikerInnen und Therapeut­ Innen ist ein «Ja» als Antwort zu viel, ein «Nein» zu wenig. Mittlerweile gibt es tatsächlich einige Naturheilkunde-Praxen, die HeilpraktikerInnen und TherapeutInnen einstellen. Auch einige Reha-Zentren und Wellnesshotels bieten Stellen an; und in im- mer mehr Arztpraxen wird erkannt, dass eine HeilpraktikerIn bzw. eine TherapeutIn im Team das Angebot vervollständigt. Jobs in dieser Branche, eben auch Teilzeitanstellungen, neh- men also tendenziell zu. Die eidgenössischen Diplome erleichtern den Zugang in solche Praxen. Und NaturheilpraktikerInnen werden immer mehr auch als Erstanlaufstelle gesehen. Welche Anerkennung habe ich? Unsere Ausbildungen richten sich nach den Anforderungen und Richtlinien der Organisati- onen der Arbeitswelt – OdA AM, OdA KT und OdA MM, der Kantone, der Berufsverbände, des EMR und der ASCA. …zur Ausbildung Was bedeuten Lernstunden und Präsenzzeit? Lernstunden im Sinne von Art. 42 Abs. 1 der Berufsbildungsverordnung (BBV): Lernstunden umfassen alles: die Präsenzzeiten, den durch- schnittlichen zeitlichen Aufwand für selbst- ständiges Lernen, persönliche oder Gruppen- arbeiten, weitere Veranstaltungen im Rahmen der jeweiligen Ausbildung, Lernkontrollen und Qualifikationsverfahren, das Einüben und Umsetzen des Gelernten in die Praxis und be- gleitete Praktika. Präsenzzeit hingegen meint ausschliesslich diejenige Zeit, die Sie im Unterricht sind. Lernstunden und Präsenzzeiten werden an der Heilpraktikerschule Luzern in Stunden à 60 Minuten ausgewiesen. Wie viel Zeit muss ich zum Lernen aufwenden? Dies ist natürlich sehr individuell. Unsere Erfahrung zeigt, dass pro Stunde Unter- richt – also pro Stunde Präsenzzeit – ungefähr eine zusätzliche Stunde zum Lernen und Üben gebraucht wird. Dies spiegelt sich in den angegebenen Lernstunden, die versuchen, den gesamten Zeitaufwand eines Kurses oder einer ganzen Ausbildung zu zeigen. Wie viel kann ich nebenbei noch arbeiten? Damit Sie sich ein möglichst klares Bild ma- chen können: Eine 100%-Stelle mit 42-Stun- den-Woche abzüglich Ferien und Feiertage hat im Jahr ca. 2’000 Arbeitsstunden. Wenn Sie jetzt die Lernstunden Ihrer gewünschten Ausbildung durch die Anzahl Ihrer gewünsch- ten Ausbildungsjahre dividieren, erhalten Sie die durchschnittliche jährliche Belastung in Stellenprozenten für Ihre Ausbildung. Aus Erfahrung können wir folgende Faust- regel mitgeben: Wer seine Ausbildung aus dem laufenden Erwerb bezahlt, wird ziemlich sicher noch 60% arbeiten müssen. Wer also durchschnittlich belastbar ist, kann somit eine Ausbildung zur KomplementärTherapeutIn mit z. B. Shiatsu KT in drei Jahren durchlaufen. Für eine Ausbildung zur NaturheilpraktikerIn, z. B. Akupunktur TCM, ist in einem solchen Fall sicherlich mit vier Jahren zu rechnen. Die Ausbildung liesse sich also schneller absolvie- ren, wenn es möglich ist, 60% statt 40% der Zeit in die Ausbildung zu investieren. 134 Infos zum Studieren · Haufig gestellte Fragen…

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